Judo - Club Sakura e.V.

Vereins-Chronik



Julius Solveen, Helmut Fuchs, Siegfried Hübner, Helga Hübner, Jürgen Linnemann und Heinz Nachstedt gründeten im November 1960 den

Judo-Club Mittelfeld

Das Dojo (Trainingsstätte) befand sich in der damaligen Volksschule Spittastraße. Heinz Nachstedt wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt, Julius Solveen war als erster Trainer tätig. Mitte der 60er-Jahre zog der Verein nach Döhren in die zentraler gelegene Dietr.-Bonh.-Schule; gleichzeitig erfolgte die Na-mensumbenennung in Judo-Club Sakura (aus dem japanischen: Kirsch-blüte).

Die weitere Entwicklung gestaltete sich erfreulich, und Ende der 60er-Jahre führte Heinz Walter eine Ju-Jutsu-Gruppe ein, aus der sich unter der Leitung von Klaus Delke eine eigene Sparte bildete. Im Juni 1986 wurde der JC Sakura durch eine Aikido-Gruppe verstärkt, der Verein wuchs auf 150 Mitglieder an. Die positive Entwicklung gestaltete sich weiter, und der Verein war offen für neue Ideen. So wurden z.B. ab 2003 auf Anregung von Helmut Fuchs Tai-Chi-Kurse angeboten, so dass sich später eine feste Abteilung daraus etablierte. Die Mitglieder aller Sparten können seit 2003 gelegentlich auch zusätzlich an freien Trainingseinheiten am Sonntag ('Training ohne Trainer') teilnehmen.

Die Aikido-Übungsleiterin Nina Zachael konnte im Jahr 2004 beim DOSB ihre Qualifikation durch eine Zusatzausbildung 'Sport in der Prävention' mit den Bereichen 'Allgemeine Prävention, Bewegung, Stressbewältigung/Entspannung, Ernährung' ergänzen und erhielt die Lizenz für das Gesundheitstraining 'Herz-Kreislauf-System' und 'Haltungs- und Bewegungs-System', so dass diese Inhalte in das Training mit einfließend. Die Übungsleiter Rolf Ehrhardt und Helmut Fuchs führten, ebenfalls im Jahr 2004, in Kooperation mit der damaligen Grundschule in der Olbersstraße in Hannover-Döhren den Judo-Unterricht im Rahmen einer "Judo-AG" erfolgreich ein. Tilman Völckers und Kaj Weber unterstützten das Projekt im weiteren Verlauf; das Vorhaben wurde bis heute erfolgreich weitergeführt, so dass bis heute über 100 Schüler/innen mit der großartigen Kampfsportart Judo vertraut gemacht werden konnten. Seit 2009 ist der JC Sakura auch offizieller Kooperationspartner der heutigen Heinrich-Wilhelm-Olbersschule.

Obwohl Sakura seine Schwerpunkte im Breitensport gesetzt hat, konnten auch im Leistungsbereich beachtliche Erfolge erzielt werden. Der Judo-Nachwuchs konnte diverse Stadt-, Bezirks- und Landesmeister stellen; Sascha Riechers erreichte bei der Deutschen Einzelmeisterschaft 1994 in Frankfurt den 7. Platz. Die Senioren verbuchten ihren größten Erfolg im Jahr 1990, als sie mit der Mannschaft den Einzug in die Landesliga nur knapp verpassten. Mit Jens Illing verfügt Sakura zudem über einen engagierten Kampfrichter mit jahrelanger Erfahrung.

Im Jahr 2002 griff der Verein erstmals auf dem Gebiet der Kata-Wettbewerbe in das Wettkampfgeschehen ein. Bei dieser darstellerischen Form des Judo gelang Rolf Ehrhardt und Norbert Wertheim seitdem bei den Niedersächsischen Kata-Meisterschaften mehrfach der 'Ausflug' in die Medaillenränge bis zum Meistertitel im Jahre 2005 in der Kategorie 'Kodokan-Goshinjutsu'; bei den Deutschen Meisterschaften konnten die beiden Judoka durch konstante Leistungen überzeugen. Im Jahr 2004 vertrat das Team Ehrhardt / Wertheim den Verein erstmals auf internationaler Ebene bei den 'Judo World Masters' in Wien und erreichte dort auf Anhieb ansehnliche Platzierungen. Die Judoka Jürgen Salomon und Jutta Seitz setzten die 'Kata-Tradition' in den Folgejahren fort und erreichten bei der Niedersächsischen Kata-Meisterschaft im Jahre 2008 die Bronzemedaille.

Auch die Aikido- und Ju-Jutsu-Sparten betreiben Werbung für die Kampfkünste im besten Sinne. Regelmäßige Vorführungen bei Stadtteilfesten sowie im Jahr 2003 beim Hiroshima-Treffen im hannoverschen Rathaus waren gute Gelegenheiten, die Vielfalt der Kampfsportarten vor Publikum zu demonstrieren. Kontakte zu anderen Kampfsport-Vereinen werden gepflegt.

Reisefreudig sind die Sakura-Mitglieder ebenfalls. Im Jahr 2003 erfolgte im Rahmen des Sportleraustausches mit der Partnerstadt Hiroshima eine Reise nach Japan, an der eine Gruppe Jugendlicher unter Leitung von Übungsleiter Jürgen Salomon teilnahm.

Die Ju-Jutsu-Abteilung begann im Jahr 2009, vorangetrieben durch Sebastian Werr (Sakura) und Sascha Müller (Grasdorf), eine Kooperation mit den Ju-Jutsuka des VfL Grasdorf: Gemeinsame Trainingseinheiten, Gürtelprüfungen und Freizeitaktivitäten erweitern seitdem die Zusammenarbeit.

Sonstige Freizeitaktivitäten kommen nicht zu kurz: Die Sakura-Sommerfeste erfreuen sich stets großer Beliebtheit, auf den Laufstrecken bis hin zum Marathon haben die 'Judo-Läufer' oftmals ihre sportlichen Visitenkarten abgegeben (Judoka Norbert Wertheim lief u.a. im Jahre 2008 den Halbmarathon auf Island und ein Jahr später dieselbe Distanz in Dublin/Irland), und das jährliche Trainingslager in Abbensen für den Judo-Nachwuchs ist jedes Mal ein großer Erfolg. Und: Web-Master Peter Lapossa sorgt dafür, dass der Verein auch im Internet präsent ist.

Übungsleiter und Vorstand freuen sich über jeden Besuch in unserem Dojo und vermitteln gerne einen Einblick in die hier betriebenen Budo-Sportarten.