Zeitungsartikel

Dezember 2003



Maschseebote 14/03

Sakura - aktuell:

Der Judo-Club Sakura in Japan

Am 9.10.'03 war es endlich soweit. Die 8 Judoka mit Trainer trafen sich mit den anderen Gruppen (Rudern und Karate) am Flughafen Langenhagen, um unter der Führung des Stadtsportbundes Hannover die Reise nach Japan anzutreten. Pünktlich um 10:40 Uhr startete das Flugzeug nach Amsterdam und von dort aus ging es nach einem Aufenthalt um 14:25 Uhr nach Osaka/Japan weiter. Die Landung bei strahlendem Sonnenhimmel verlief ohne Zwischenfälle, und mit der sprichwörtlichen jap. Pünktlichkeit wurden wir auf dem Flughafen in Osaka von einer Delegation des Stadtsportbundes aus Hiroshima empfangen. Dann ging es mit dem Schnellzug "Shinkansen" direkt nach Hiroshima. Im Zug gab es die erste jap. Mahlzeit mit Stäbchen. Auf dem Bahnhof in Hiroshima folgte dann die offizielle Begrüßung, wobei auch bekannte Gesichter aus der Delegation von 2001 begrüßt wurden. Nach dem Austausch von Reden ging es ins Hotel Sun Route. Es liegt direkt neben dem Friedenspark im Zentrum der modernen City.

Im Programm standen die ersten drei Tage ganz dem Sport zur Verfügung. Die Gruppen sollten zu verschiedenen Ereignissen gebracht werden. Aber vorher gab es am Samstag vormittag noch einen offiziellen Anlaß, die Kranzniederlegung am Mahnmahl im Friedenspark für die Atombombenopfer. Vorbereitet wurden wir mit einem Dokumentarfilm über das Leben in der Stadt kurz nach dem Abwurf und die Folgen der radioaktiven Strahlungen, die die Menschen lange danach noch verfolgen. Dieser Film hatte schon einen nachhaltigen Eindruck auf uns gemacht, so daß die anschließende Besichtigung des Atombombenmuseums und die Kranzniederlegung in einer doch gedrückten und nachdenklichen Stimmung erfolgte.

Fortsetzung folgt

Maschseebote 15/03

Sakura - aktuell:
Der Judo-Club Sakura in Japan von Jürgen Salomon aufgezeichnet

Fortsetzung aus Ausgabe 14/03

Doch nach der Besichtigung des Friedensparks mit seinen verschiedenen Gedenkstät- ten und einem jap. Mittagsessen stieg auch wieder die Stimmung, so daß mit Freude in die verschiedenen Sportaktivitäten eingestiegen werden konnte. Wir Judoka hatten am Nachmittag nur eine Besichtigung des Hiroshima Sportstadions, wo die Asienspiele 1996 durchgeführt worden waren. Daß dabei ein kleines Wettrennen über 400 Meter auf der Tartanbahn herauskam, war Zufall.

Unser großer Wettkampftag war der Sohntag. Morgens ging es zum Regionalsportzentrum, wo wir mittags unseren Auftritt haben sollten. Vorher fanden noch Schulmeisterschaften statt. Als wir den großen Gebäudekomplex betraten, mußten wir als erstes unsere Schuhe ausziehen, und in Socken ging es in die Umkleidekabinen, die im Gegensatz zu den Fluren recht klein waren. Die Gepäck-Schließfächer nahmen mehr Platz ein, als wir zum Umziehen hatten. Danach betraten wir die große Sporthalle. Es waren 4 Kampfflächen aufgebaut und ca. 100 Judoka und genauso viele Zuschauer bereiteten sich auf die Judowettkämpfe vor. Doch bevor die Veranstaltung begann, wurden wir offiziell begrüßt und die offiziellen Geschenke wurden verteilt. Die Judowettkämpfe liefen eigentlich genauso ab, wie bei uns, auch was die Disziplin anbelangt. Auch jap. Schüler machen Krach und albern rum.

Gegen Mittag bekamen wir den ersten Kontakt mit unseren jap. Mitstreitern. Die Kampftafel über das Alter und die Gewichte wurde uns vorgestellt. Und bei näherem Ansehen unserer Gegner sah man, daß wir es hier mit Profis zu tun bekommen würden. Als wir durch den Dolmetscher gefragt wurden, ob wir über den neusten Stand der internationalen Wettkampfordnung informiert sind, mußte ein klärendes Gespräch über unsere "Freizeitsportaktivität Judo" geführt werden. Wie wir später erfuhren, haben im Vorfeld Ausscheidungskämpfe zwischen den Hochschulen stattgefunden und die Gewinner durften dann gegen die Deutschen kämpfen.

Zu den Wettkämpfen selber gibt es nur soviel zu berichten. Es hatte jeder 2 Kämpfe und es wurden alle verloren. Wir hatten nicht den Hauch einer Chance. Aber die danach folgenden freundschaftlichen Kontakte richteten unser Ego wieder auf, so daß diese Veranstaltung auch ihre positiven Seiten für uns hatte. Am Montag, in Japan war dieser Montag ein Feiertag, ging es für uns Judoka nach Küre, einer Nachbarstadt von Hiroshima, wo eine große Judoveranstaltung "Judofesta 2003" mit den amtierenden Judoweltmeistern 2003 von Osaka stattfinden sollte. Wieder eine riesige Halle mit kleinen Umkleideräumen und einer großen Mattenanlage mit weit über 100 Judoka aller Altersklassen und den Weltmeistern. Nach den Begrüßungszeremonien und einigen Filmausschnitten aus den Weltmeisterschaftskämpfen nachten wir uns gemeinsam warm. Danach zeigten die Profis einige Techniken, dann durfte jeder gegen einen der Weltmeister einen eine Minute andauernden Übungskampf bestreiten. So hatten die Judoka vom JC Sakura einmal die Gelegenheit, mit einem jap. Weltmeister zu kämpfen. Die Veranstaltung war so populär, daß sie am Abend in den Regionalnachrichten übertragen worden ist und wir sogar gegenüber der Presse Interviews geben mußten.

Um den sportlichen Austausch abzurunden, folgten noch, als die Judoka bei den Gasteltern waren, Trainingseinheiten im Privatdojo von Herrn Kawaguchi, Goldmedaillengewinner von München 1972, wobei neben Judo auch der gemeinsame Austausch im Vordergrund stand. Als Fazit kann man sagen, daß kein noch so gutes Besuchprogramm die gemeinsamen Begegnungen der verschiedenen Kulturen toppen konnte und somit die Besuchtour nach Kyoto und

Maschseebote 15/03


Sakura - aktuell: Ein Jahr

Das Jahr 2003, kaum begonnen, schon geht es wieder vorbei. Viel hat sich zugetragen in den vergangenen 12 Monaten; Zeit daher auch für einen kleinen Rückblick auf das Sport-Jahr des JC Sakura, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. 2003 war das Jahr, in dem Patrick Wiederhold bei der Judo-Vereinsmeisterschaft in der "Techniker-Wertung" den 1. Platz belegte.

Erstmals in der Vereinsgeschichte wurde ein Tai-Chi-Kurs angeboten, durch Initiative von Gründungsmitglied Helmut Fuchs (Anmerkung: Zu Beginn des neuen Jahres ist wieder ein Kurs geplant. Infos dazu gibt es unter Tel.-Nr. 8 43 72 40).

Ebenso konnten durch Schnupperkurse neue Freunde für Judo, Aikido und Ju-Jutsu gewonnen werden.

Der Judo-Nachwuchs bezog zum wiederholten Male und mit Begeisterung das Trainingslager in Abbensen unter dem Motto 'Sport, Spaß und Küchendienst'.

Mehrere Judoka, Aikidoka und Ju-Jutsuka konnten in internen und externen Prüfungen Ihr Können unter Beweis stellen und höhere Graduierungen erreichen.

Bei Stadtteilfesten in Döhren und Mittelfeld wurden die Kampfkünste in der Öffentlichkeit präsentiert, ebenso in der viel beachteten Vorführung im hannoverschen Rathaus anlässlich der Feiern zum Partnerschaftsjubiläum mit Hiroshima.

Die 'Judo-Läufer/innen' bewiesen erneut ihren langen Atem durch die Teilnahme an Volksläufen auf unterschiedlichen Distanzen.

Die Judo-Übungsleiter Rolf Ehrhardt und Norbert Wertheim konnten durch ihren 2. Platz bei der Niedersächsischen Kata-Meisterschaft in Edewecht sowie anschließend mit dem 9. Platz bei der Deutschen Kata-Meisterschaft in Montabaur beachtliche Erfolge erzielen. Das neue Vereinsbüro wurde bezugsfertig und wird nun regelmäßig für die Vorstandssitzungen genutzt.

Judo-Übungsleiter Jürgen Salomon konnte, zusammen mit 8-jugendlichen Judoka des Vereins, bei einem knapp 2-wöchigen Aufenthalt in Japan viele Eindrücke sowohl sportlicher als auch kultureller Art gewinnen und freundschaftliche Kontakte knüpfen.

Das alles (und noch viel mehr) hat sich zugetragen im (Sport-)Jahr 2003 des JC Sakura. Danke an alle Beteiligten, die durch ihr Engagement und ihren Einsatz zu den schönen Erfolgen beigetragen haben. Danke auch an all diejenigen, die an dieser Stelle nicht namentlich genannt sind, aber durch "Daumen drücken", aufmunternde Worte und tatkräftige Mithilfe unterstützend mitgewirkt und wesentlich zum guten Gelingen beigetragen haben.

Abschließend gilt es, den Leser/innen dieser Zeilen erholsame Feiertage zu wünschen sowie alles Gute zum Jahreswechsel und viel Erfolg für das Jahr 2004!

Norbert Wertheim (JC Sakura e.V.)

Kronsbergnachrichten 12. Dezember 2003

Der JC Sakura in Japan

Zu Gast im Land der aufgehenden Sonne

Von sportlichen Aktivitäten, offiziellen Anlässen, Besichtigungstouren und freundschaftlichen Begegnungen im Rahmen eines deutschjapanischen Sportaustausch weiß Sakura- Übungsleiter Jürgen Salomon zu Berichten.

Unter der Führung des Stadtsportbundes war er zusammen mit weiteren 8 Judoka des Vereins, so wie Sportlern anderer hannoverschen Vereine, für knapp 2 Wochen zu gast in Japan. Unter den viele Eindruck die die Kampfsportler aus Döhrener Judo-Clubs Sakura in Hiroschima und Umgebung gewonnen haben, zählten die sportlichen Judowettkämpfe und das Training mit japanischen Spitzensportlern und Trainern zu den Highlights des Aufenthalts. Zu den Wettkämpfen ist anzumerken, dass hier die japanischen Judoka gegenüber ihren Gästen mit äußerst starken Leistungen beeindruckten. Neben den sportlichen Aktivitäten standen bei den freundschaftlichen Begegnungen der verschieden Kulturen auch der gemeinsame Austausch und das persönliche Gespräch mit dem japanischen Gastgebern im Vordergrund wie Jürgen Salomon abschließend bemerkte.